Trump geht: Biden kommt – die Illegalen auch

Tegucigalpa/Washington. Das Ende der Regierung Trump wirft seine Schatten voraus. Kaum ist der Amtswechsel in Washington in Sicht, setzt der Migrantenansturm auf die amerikanischen Grenzen wieder ein. In Honduras haben sich jetzt erneut mehrere tausend Menschen zu einer „Migrantenkarawane“ formiert. Sie versammelten sich in der Stadt San Pedro Sula im Nordwesten des mittelamerikanischen Landes und wollen nach Norden aufbrechen, um in die USA zu gelangen. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Die bisher letzte größere „Karawane“ war im Dezember noch vor der Grenze mit dem Nachbarland Guatemala von honduranischen Sicherheitskräften aufgehalten worden.

Ende 2018 waren zuletzt mehrere „Karawanen“ bis zur Südgrenze der USA gelangt. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump traf seitdem mit Guatemala, Honduras und El Salvador Vereinbarungen, mit denen die drei Länder zu sicheren Drittstaaten erklärt wurden. Migranten auf dem Weg in die USA müssen seither, wenn sie eines dieser Länder betreten, von dort aus Asyl beantragen. Andernfalls können sie dorthin zurückgeschickt werden, wenn sie die USA erreichen.

Auch Mexiko sagte im Juni 2019 auf Druck von Präsident Trump den USA zu, mit dem Einsatz von Soldaten Illegale an der Durchreise zur US-Grenze zu hindern.

Jetzt wittern die Migranten aus dem Süden Morgenluft, weil mit dem neuen Präsident Joe Biden wieder ein liberalerer Kurs in der US-Politik Einzug halten dürfte. Tatsächlich setzt Biden dem Vernehmen nach auf softe Töne, wo Trump Stärke zeigte: bei ersten Konsultationen mit der mexikanischen Regierung äußerte das Biden-Team den Wunsch, „gemeinsam die Ursachen der Migration anzugehen“. Die Migranten wird es freuen. (mü)

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