Trotz Ukrainekrieg: Neutralität ist den Österreichern heute wichtiger denn je

Trotz Ukrainekrieg: Neutralität ist den Österreichern heute wichtiger denn je

Wien. Anders als Finnen und Schweden, die angesichts des Ukraine-Krieges (und auf dezentes Zureden aus Brüssel) ihre Neutralität über Bord werfen wollen, halten die Österreicher auch in der Krise eisern am Neutralitätsstatus fest. Im Gegenteil: die Neutralität ist den Österreichern jetzt sogar noch wichtiger als vorher – und die Ablehnung eines NATO-Beitritts noch deutlicher.

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Das ergab eine Umfrage der „Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik” (ÖGfE). Das Institut hatte die Österreicher vor drei Jahren schon einmal nach ihrer Meinung zur Neutralität befragt. Stattliche 70 Prozent der Befragten gaben an, die Neutralität sei „sehr wichtig”. Berücksichtigt man darüber hinaus den Anteil jener, denen die Neutralität „eher wichtig” ist, so ist die Zustimmung von insgesamt 80 Prozent vor drei Jahren auf nunmehr 91 Prozent geklettert.

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Ähnlich verhält es sich bei der Ablehnung eines NATO-Beitritts. Auch hier ist der Zuspruch im selben Zeitraum klar gesunken, von 23 auf nur noch 17 Prozent. Die Abneigung gegen einen Beitritt zum Militärbündnis hat sich unterdessen verfestigt, von 62 auf 64 Prozent.

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Der Stimmungswandel in Österreich verläuft damit genau konträr zu Schweden und Finnland. Dort haben die Regierungen in den letzten Tagen ihre Absicht eines NATO-Beitritts erklärt. (mü)

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