Trotz schwächelnder Wirtschaft: Deutschland bleibt unangefochtener Zahlmeister der EU
Berlin/Brüssel. Das überrascht nicht: trotz eines beispiellosen wirtschaftlichen Abschwungs können sich die Deutschen auch weiterhin über die Rolle des größten Netto-Zahlmeisters in der EU freuen. Das teilte das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln jetzt mit. Demnach zahlte Deutschland 2023 stattliche 17,4 Milliarden Euro mehr in die EU ein, als es aus Brüssel erhielt.
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Konkret: „Der deutsche Nettobeitrag ist beinahe doppelt so hoch wie der Beitrag der Franzosen, die nach Deutschland am zweitmeisten beitragen“, ließ Studienautorin und IW-Ökonomin Samina Sultan wissen. Aber der Abstand zu Spitzenzahler Deutschland ist erheblich: Frankreich führte „nur“ knapp 9 Milliarden Euro mehr ab, als es zurückerhielt.
Die marode wirtschaftliche Lage, in der sich Deutschland befindet, hat immerhin dazu geführt, daß sich der deutsche Netto-Abfluß an die EU um mehr als zwei Milliarden Euro vermindert hat – im Jahr zuvor lag er noch bei 19,7 Milliarden Euro.
Der größte Nettoempfänger von Geld aus der EU ist wie im Vorjahr Polen mit 8,2 Milliarden Euro, gefolgt von Rumänien und Ungarn. (st)
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