Transatlantische Medien"vielfalt": Immer wieder Aufrufe zur Ermordung Putins
Berlin. Im Kampf gegen Rußland ist deutschen Journalisten – insbesondere solchen transatlantisch eingenordeter Medien – keine Bosheit zu peinlich. Am 17. April nun veröffentlichte das Springer-Blatt „Welt“ ein Gespräch mit dem US-Journalisten und Politikwissenschaftler Fred Kaplan. Dieser sieht den „einfachsten Weg“ zur Beendigung des Ukraine-Konflikts darin, daß „jemand“ den russischen Präsidenten Wladimir Putin „umbringt“. Die „Welt“ enthielt sich jeden Kommentars.
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Der russische Botschafter in Deutschland, Sergej Netschajew, hat für solche Einlassungen kein Verständnis und äußerte sich empört. Er twitterte: „Diesen de facto Mordaufruf läßt die WELT unzensiert und unkommentiert da stehen und gar in der Schlagzeile erscheinen. Es ist bedauernswert, daß einige deutsche Medien in ihrem Rußland verachtenden Eifer immer wieder jegliche Grenzen überschreiten und den Boden durchbrechen.“ Dies sei zwar „empörend, jedoch nicht mehr verwunderlich“.
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Unverhohlene Mordaufrufe gegen Putin haben in den transatlantisch eingefärbten Springer-Medien Tradition. Schon letztes Jahr hatte die „Bild“-Zeitung einen Meilenstein der journalistischen Verrohung gesetzt. Im März, wenige Wochen nach Beginn des Krieges in der Ukraine, erklärte „Bild“-Kolumnist Hans-Ulrich Jörges im Haussender vor laufender Kamera: „Er muß untergehen. Und wenn er nicht sozusagen lebend ausgeschaltet wird, dann muß eben einer im Moskauer Machtsystem eine Pistole nehmen und der Sache ein Ende bereiten.“
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Jörges lag mit dieser Äußerung voll auf amerikanischer Linie – unmittelbar zuvor hatte der republikanische US-Senator Lindsay Graham am 4. März live bei „Fox News“ ebenfalls die Ermordung des Kremlchefs gefordert. Wörtlich: „Irgendjemand muß sich doch in Rußland dafür finden.“ (rk)
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