Transatlantiker Sigmar Gabriel: Nord Stream 2 hat „nicht den Hauch einer Chance“
Berlin. Transatlantiker und andere Lobbyisten der US-Politik sehen sich am Ziel: nachdem Bundeskanzler Scholz den Stopp des Zertifizierungsverfahrens der für die deutsche Gasversorgung essentiellen Ostseepipeline Nord Stream 2 verfügt hat, hat die US-Außenpolitik ein wichtiges Ziel erreicht.
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Der frühere SPD-Außenminister Sigmar Gabriel, derzeit Vorsitzender der „Atlantik-Brücke“, einer transatlantischen Denkfabrik, äußerte jetzt Zweifel, daß Nord Stream 2 noch eine Zukunft habe. Er erklärte im Deutschlandfunk: „(...) ich kann mir nicht vorstellen, daß dieses Projekt noch Realität wird, es sei denn, es geschehen Wunder und es gibt eine Verständigung mit Rußland, aber danach sieht es ja nicht aus.“ Er glaube nicht, daß Nord Stream 2 „den Hauch einer Chance hat“. Selbst wenn die Krise noch bewältigt werden könnte, müßten Deutschland und Europa die Energiebeziehungen neu regeln.
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Gabriel begrüßte auch die geplanten Sanktionen gegen Rußland – wohl wissend, daß auch sie die Chancen für Nord Stream 2 nicht vergrößern werden. (st)
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