Teurer Selbstdarsteller: Söder verpulverte 179.000 Euro für vorteilhafte Fotos

Teurer Selbstdarsteller: Söder verpulverte 179.000 Euro für vorteilhafte Fotos

München. Nicht nur die Grünen-Minister Baerbock und Habeck kosten den Steuerzahler mit ihrer Eitelkeit ein Vermögen – bekanntlich schlägt Baerbocks Visagistin mit 130.000 Euro jährlich zu Buche, und Habeck sorgte für Negativschlagzeilen, weil er im November einen Fotografen für Aufträge im Wert von 350.000 Euro pro Jahr suchte.

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Aber: ein kostspieliger Selbstdarsteller ist auch der bayerische CSU-Ministerpräsident Söder. Auch er läßt für gefällige Fotos von sich 15.000 Euro an Steuergeldern springen – monatlich. Das förderte jetzt die Antwort der Staatskanzlei auf eine Anfrage der SPD-Fraktion im Bayerischen Landtag zutage. Demnach verpulverte die Staatskanzlei im vergangenen Jahr stattliche 179.000 Euro an Honoraren für freie Fotografen, die lediglich die Aufgabe hatten, Söder möglichst vorteilhaft ins Bild zu setzen. Dabei verfügt die Staatskanzlei ohnehin über einen festangestellten Fotografen, der nichts anderes macht, aber monatlich „nur“ 4500 Euro kostet.

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Offenbar wurde Söder über die Jahre hinweg immer eitler. 2018, in seinem ersten Jahr als Ministerpräsident, kosteten seine Starfotos „nur“ 71.963,67 Euro. Ein Jahr später waren es dann schon 101.910,14 Euro. Nur in den Coronajahren sanken die Honorare wieder.

Die SPD-Opposition ist sauer: „Selbstdarstellung ist ihm anscheinend wichtiger gewesen als der Bau bezahlbarer Wohnungen oder der Ausbau der Windkraft”, kritisierte SPD-Fraktionschef Florian von Brunn.

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Söders Staatskanzlei lieferte für die teure Bilderflut im übrigen keine besonders überzeugende Erklärung. Sie argumentiert, daß es mit der Ernennung von Melanie Huml (CSU) zur Europaministerin eine „Vielzahl neuer Termine“ gegeben habe, insbesondere auch für Ministerpräsident Söder auf internationaler Ebene. Aber: diesen Ausgabenposten gab es auch schon unter Söder-Vorgänger Seehofer, als Beate Merk zur Justizministerin ernannt wurde. Sie hatte den Steuerzahler damals keinen Cent zusätzlich gekostet. (rk)

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