Teure Symbolpolitik: Familie von Floyd George erhält 27 Millionen Dollar
Minnesota. Es hat weniger mit Gerechtigkeit als vielmehr mit einem politischen Statement zu tun: die Familie des im Mai letzten Jahres bei einem Polizeieinsatz ums Leben gekommenen schwarzen Serienstraftäters George Floyd erhält sage und schreibe 27 Millionen US-Dollar (etwa 22,6 Millionen Euro) an Schmerzensgeld. Das billigte der Stadtrat der Großstadt Minnesota in einer Sitzung am Freitag einstimmig. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Der Anwalt der Familie, Ben Crump, sprach auf Twitter von einer „historischen Einigung“. Dies beweise, daß das Leben schwarzer Menschen nicht länger als „trivial, unwichtig oder der Konsequenzen unwürdig“ abgetan werden könne.
Nach Floyds Tod am 25. Mai vergangenen Jahres hatte die Familie die Stadt sowie vier am Einsatz beteiligte Polizisten verklagt. Der Stadtverwaltung wurde „bewußte Gleichgültigkeit“ vorgeworfen. Sie habe es versäumt, gegen gefährliche Polizeipraktiken vorzugehen und ihre Polizeibeamten richtig zu schulen. Damit habe sie eine Kultur exzessiver Gewalt und Straflosigkeit gefördert.
Floyd, der zwei Wochen nach seinem Tod unter Teilnahme Tausender Sympathisanten in einem goldenen Sarg (!) in seinem Geburtsort bei Houston beerdigt wurde, wurde zur Symbolfigur der linksradikalen „Blick Lives Matter“-Bewegung, die in den darauffolgenden Monaten vor allem durch Krawalle und die Schändung von Denkmälern für Schlagzeilen sorgte. (mü)
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