Taiwan im Visier: Washington regt Militärreform an – Lehren aus dem Ukraine-Krieg
Taipeh/Washington. Spätestens seit Beginn der russischen Militäraktion in der Ukraine gerät auch Taiwan verstärkt in den Fokus der Sicherheitspolitik. Allgemein wird erwartet, daß China seine Bemühungen verstärkt, die „Wiedervereinigung“ mit der abtrünnigen Insel zu vollziehen, die von Peking nach wie vor als Teil Chinas betrachtet wird. Umgekehrt gilt Taiwan als vorgelagerter Außenposten der USA unmittelbar vor dem chinesischen Festland – für Peking eine Provokation.
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Jetzt hat die US-Regierung Taiwan vorgeschlagen, ein kostengünstiges, mobiles, widerstandsfähiges und dezentrales Verteidigungssystem aufzubauen. Der Schritt solle verhindern, daß es im Indopazifik zu einer ähnlichen Situation kommt wie in der Ukraine. Taiwan solle insbesondere seine Fähigkeiten zur asymmetrischen Kriegführung stärken, appellierten US-Beamte während einer Anhörung des Ausschusses für auswärtige Beziehungen an die Regierung in Taipeh.
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Laut „Taiwan News“ äußerten sich der Ausschußvorsitzende Bob Menendez und Senator Jim Risch besorgt über die Entwicklung der Lage in der Ukraine und regten an, darüber nachzudenken, wie eine Wiederholung des Szenarios in der indopazifischen Region, insbesondere in Taiwan, vermieden werden könne. Taiwan müsse im Falle einer Verletzung seiner Souveränität durch China so schnell wie möglich reagieren können.
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Die US-Beamten regten unter anderem an, Taiwan müsse sein Reservistensystem reformieren, da der Krieg in der Ukraine zeige, daß die Bürger zum Kampf bereit sein müssen. Taipeh unternehme derzeit Schritte, um dieses Problem anzugehen, indem es eine National Defense Mobilization Agency einrichtet und auch mit der US-Nationalgarde zusammenarbeitet. (mü)
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