Strategin der Deutschen Bank: Digitale Zentralbankwährung ist „unvermeidlich“

Strategin der Deutschen Bank: Digitale Zentralbankwährung ist „unvermeidlich“

Frankfurt/Main. Daß das Bargeld verschwinden soll, ist bekanntlich nur eine Verschwörungstheorie. Sie wird allerdings immer wieder auch aus prominentem Munde bestätigt. Jetzt hat sich ausgerechnet die Makrostrategin der Deutschen Bank, Marion Laboure, zu dem heiklen Thema geäußert – und das auch noch auf der Webseite des umstrittenen Weltwirtschaftsforums (WEF).

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Die hochrangige Bankerin redet auch gar nicht lange um den heißen Brei herum. Eine digitale Zentralbankwährung (CBDC) sei „unvermeidlich“, schreibt die Top-Strategin der Deutschen Bank, da 90 Prozent der Zentralbanken bereits eine solche entwickelten und sich der Prozentsatz der Länder, die eine CBDC erprobten, innerhalb eines Jahres verdoppelt habe. Schweden, Brasilien und China seien die Länder, die auf dem Weg zur bargeldlosen Gesellschaft besonders große Fortschritte gemacht hätten.

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Ausführlich geht die Top-Bankerin in ihrem Artikel auf die Vorteile der digitalen Zentralbankwährung ein. Sie biete dem Bürger mehr Sicherheit und könne ihn vor Überfällen schützen. Auch in China erfreue sich die digitale Währung aufgrund ihrer „Einfachheit und Sicherheit“ immer größerer Beliebtheit.

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Allerdings: auch in westlichen Ländern ist das Bargeld nach wie vor beliebt. Bei einer Umfrage der Deutschen Bank im Dezember 2022 unter 3600 Personen im Vereinigten Königreich, den Vereinigten Staaten, China, Deutschland, Frankreich und Italien nannten 21 Prozent der Amerikaner und 28 Prozent der Europäer Bargeld als ihr bevorzugtes Zahlungsmittel. Aber auch global sind immer noch viele Menschen auf Bargeld angewiesen, muß auch Bankstrategin Laboure einräumen.

Weltweit hätten 1,4 Milliarden Menschen (über 20 Prozent der Weltbevölkerung) überhaupt keine Bankverbindung. Ein Argument für die Digitalwährung ist das nicht gerade. (rk)

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