Spiel mit dem Feuer: Brüssel will den Öl-Boykott – Preise klettern kräftig
Berlin/Wien. Die EU ist dabei, sich selbst ins Knie zu schießen. Sie steuert mit Volldampf den Ausstieg aus allen russischen Energielieferungen an – und nimmt dabei in Kauf, daß Wirtschaft und Privatverbraucher teils gravierende Folgen zu spüren bekommen werden.
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Den aktuellen Boykott-Plänen aus Brüssel zufolge soll das Einfuhrverbot für russisches Öl nach Europa in sechs Monaten beginnen, für Ölprodukte wie Diesel in acht.
Für Länder, die stark von diesen Lieferungen abhängig sind, etwa Ungarn (das mehr als 60 Prozent seines Öls aus Rußland bezieht) und die Slowakei, soll es vorerst Ausnahmeregelungen geben. Auch Bulgarien und die Tschechische Republik wollen Ausnahmen, was einen schnellen einstimmigen EU-Beschluß zunächst verhindert hat.
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Schon allein die Ankündigung der EU-Pläne sorgte an den Börsen für heftige Bewegung – die Ölpreise kletterten um stattliche drei Prozent nach oben. Gabriel Felbermayr, Chef des österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WiFo) erwartet kurzfristig einen weiteren Anstieg, auch bei den Treibstoffpreisen. Dies wiederum wird die Inflation ebenfalls in die Höhe treiben.
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Während sich die Experten über die Auswirkungen des Rußland-Boykotts noch nicht einig sind, steht eines freilich schon fest: die Sanktionen schaden den Europäern ähnlich massiv wie Rußland. Die Bundesregierung, vor allem ihre grünen Minister Habeck (Wirtschaft) und Baerbock (Auswärtiges), wollen diese Folgen aber sehenden Auges in Kauf nehmen und der Bevölkerung als „Preis“ für die „Bestrafung“ Putins verkaufen. (se)
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