SPD-Chef Klingbeil: „Deutschland muß den Anspruch einer Führungsmacht haben“

SPD-Chef Klingbeil: „Deutschland muß den Anspruch einer Führungsmacht haben“

Berlin. Da ist der Wunsch der Vater des Gedankens: nach Ansicht von SPD-Chef Klingbeil muß Deutschland nach fast 80 Jahren „Zurückhaltung“ wieder den Anspruch einer „Führungsmacht“ in der internationalen Politik verfolgen. Deutschland habe „eine neue Rolle im internationalen Koordinatensystem“.

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In einer Grundsatzrede auf einer Konferenz der Friedrich-Ebert-Stiftung begründete Klingbeil die neue Rolle Deutschlands allerdings nicht mit handfesten ökonomischen oder geopolitischen Parametern, sondern mit wachsenden internationalen Erwartungen. Deutschland habe sich in den letzten Jahrzehnten ein hohes Maß an Vertrauen erarbeitet, mit dem aber auch eine Erwartungshaltung einhergehe.

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Klingbeil wörtlich: „Deutschland steht immer mehr im Mittelpunkt, wir sollten diese Erwartung, die es an uns gibt, erfüllen.“ Die SPD-Chef schlußfolgert daraus: „Deutschland muß den Anspruch einer Führungsmacht haben.“

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Im Ausland sieht man die Rolle Deutschlands realistischer. Vor allem Moskau weist schon seit Jahren immer unverhohlener darauf hin, daß Deutschland von jedweder Souveränität weit entfernt sei. Für eine „Führungsmacht“ ist das ein denkbar schwaches Fundament. (rk)

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