Späte Maßnahme gegen die Islamisierung: Frankreich verbietet muslimisches Gewand an Schulen

Späte Maßnahme gegen die Islamisierung: Frankreich verbietet muslimisches Gewand an Schulen
Flickr/Metropolico.org/CC-BY-SA-2.0

Paris. Besser spät als nie: der französische Bildungsminister Gabriel Attal will das Tragen einer Abaya, eines muslimischen Überkleids, in den Schulen des Landes verbieten. Er werde den Schulleitern „klare Regeln auf nationaler Ebene“ vorgeben, bevor der Unterricht am 4. September landesweit wieder aufgenommen wird, sagte Attal am Sonntag dem Fernsehsender TF1. Der Laizismus bedeute „die Freiheit, sich durch die Schule zu emanzipieren“.

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Nach seinem Amtsantritt Ende Juli hatte der Minister erklärt, daß der Schulbesuch in einer Abaya „eine religiöse Geste“ sei und er dagegen vorgehen werde. Nun bekräftigte er, daß beim Betreten eines Klassenraums nicht zu erkennen sein dürfe, welcher Religion die Schülerinnen und Schüler angehören.

Abayas sind lange, luftige Übergewänder, die als traditionelles islamisches Kleidungsstück gelten. In Frankreich war zuletzt eine Debatte darüber entfacht, ob die Gewänder eindeutig religiös sind und deshalb in der Schule verboten werden sollten.

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Bereits 1994 trat in Frankreich ein Gesetz in Kraft, das in Schulen nur noch diskrete – nicht aber auffällige – religiöse Symbole erlaubt. Zehn Jahre später wurden Kopftücher an Schulen vollständig verboten. 2010 folgte das Verbot der Vollverschleierung in der Öffentlichkeit. (mü)

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