Sozialbetrug durch Leverkusener Clan: Es geht um viel höhere Summen

Leverkusen. Schon seit geraumer Zeit wird gegen den Leverkusener Al-Z.-Clan wegen massiven Sozialbetrugs ermittelt. Erst am Dienstag letzter Woche hatte sich die Polizei mit einem gepanzerten Fahrzeug Zutritt zum Leverkusener Wohnsitz eines der mutmaßlichen Hauptdrahtzieher des Clans verschafft und dabei neue belastende Erkenntnisse gewonnen. In der Luxuslimousine des Hauptbeschuldigten wurde eine Fußmatte sichergestellt, in der sich 14.000 Euro Bargeld befanden. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Doch das ist offenbar nur die Spitze des Eisbergs. Die nordrhein-westfälischen Innenbehörden gehen nun davon aus, daß es beim angenommenen Sozialbetrug durch den Clan um höhere Summen geht als bislang vermutet. Auf mehr als eine Million Euro bezifferte NRW-Innenminister Reul den Betrag jetzt im Innenausschuß des Landtags.

Davon sollen 430.000 Euro auf die vier am Dienstag festgenommenen Familienmitglieder entfallen und der Rest auf weitere der insgesamt 30 Beschuldigten des Verfahrens.

Bei der Großrazzia gegen die Clan-Familie aus Leverkusen und die weiteren Beschuldigten hatten die Ermittler am Dienstag Bargeld und Sachwerte in Höhe von rund 600.000 Euro sichergestellt. Zudem wurde die Villa beschlagnahmt, in der die Familie lebte. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Das Anwesen war mit Geld- und Rauschgiftspürhunden sowie mit einem Bodenradar sehr gründlich untersucht worden. Bereits am Dienstag waren in der Villa 290.000 Euro Bargeld sichergestellt worden. Außerdem beschlagnahmten die Ermittler 15 Luxusuhren. Das Anwesen in Leverkusen wurde auf einen Wert von mehr als einer Million Euro taxiert. (rk)

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