So schnell als möglich in die Impf-Apartheid: EU-Parlament will Impfpaß im Eilverfahren durchboxen

Brüssel. Die EU macht beim sogenannten „digitalen Impfpaß“ Druck. Das Europaparlament hat dieser Tage den Weg für eine zügige Einführung des EU-Impfzertifikats geebnet. Die Abgeordneten mit Mehrheit dafür, das Thema im Eilverfahren zu behandeln. Die EU-Kommission hatte ein solches Dringlichkeitsverfahren befürwortet, damit die Verhandlungen zwischen den Institutionen so schnell wie möglich beginnen können. Das geplante Impfzertifikat soll bereits zum Juni eingeführt werden. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Mit dem „digitalen grünen Zertifikat“ will die EU-Kommission eine gemeinsame technische Lösung der 27 EU-Staaten schaffen und aktuelle Reisebeschränkungen überwinden. Das Zertifikat soll Impfungen, Ergebnisse zugelassener Tests und Informationen zu überstandenen Corona-Infektionen festhalten und EU-weit anerkannt werden.

Der Fraktionschef der europäischen Grünen, Philippe Lamberts, beklagte, das jetzt auf den Weg gebracht Eilverfahren schränke die demokratische Debatte und Prüfung drastisch ein und sei ein Fehler. Zahlreiche EU-Abgeordneten äußerten zudem Bedenken wegen der zu erwartenden „Ungleichheiten“ im Gefolge eines Impfpasses, der Nicht-Geimpfte zwangsläufig diskriminieren wird. (mü)

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