So macht Corona krank: Psychiater rechnen mit massiver Zunahme psychischer Erkrankungen
Berlin. Das sind die Kollateralschäden der Corona-Restriktionen, über die Medien und Politiker nicht sprechen: Depressive, Vereinsamte und Selbstmörder. Experten haben jetzt vor einer Zunahme psychischer Erkrankungen durch den erneuten „Lockdown“ gewarnt. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Von der Krankenkasse pronova BKK gibt es dazu eine aufschlußreiche Umfrage: demnach rechnen drei Viertel der befragten 154 Psychiater und Psychotherapeuten mit einem Corona-bedingten Anstieg psychischer Erkrankungen in den kommenden zwölf Monaten. Vier von fünf Therapeuten erwarten, daß Depressionen und depressive Verstimmungen weiter zunehmen.
Besonders gefährdet sind demnach Menschen mit psychischen Vorerkrankungen oder mit einer Anfälligkeit für Stimmungstiefs in der dunklen Jahreszeit. Soziale Isolation oder der eingeschränkte Kontakt zu Freunden, Kollegen und Familie wirken sich aus Sicht von 88 Prozent der befragten Therapeuten negativ auf die Psyche ihrer Patienten aus, wie die Umfrage weiter ergab.
Familiäre Konflikte, Homeoffice, Kinderbetreuung oder „Homeschooling“ seien weitere Streßmomente für die Seele. Die räumliche Enge zu Hause und fehlende Rückzugsmöglichkeiten kämen erschwerend hinzu. 79 Prozent der befragten Fachleute berichten, daß auch finanzielle Sorgen, Zukunftsängste und die Furcht vor dem Verlust des Arbeitsplatzes ihre Patienten belasten. (st)
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