Skandalurteil: Syrer vergewaltigt 15jährige – Bewährungsstrafe

Skandalurteil: Syrer vergewaltigt 15jährige – Bewährungsstrafe

Osnabrück. Ein Fall, der Kopfschütteln auslöst: letzten Freitag wurde in Osnabrück ein Syrer, der ein 15jähriges Mädchen vergewaltigt hatte, zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Die Begründung des Richters: der Mann sei „auf einem guten Weg“, ein normaler Mitbürger zu werden.

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Die Tat ereignete sich im Sommer 2022. Am frühen Morgen des 10. Juli war die 15jährige auf dem Weg zu ihrem Freund, der Syrer auf dem Heimweg nach einem Discobesuch. Nach einem kurzen Wortwechsel drückte der Mann sein Opfer gegen eine Wand „und hörte auch nicht auf, an ihr herumzufummeln, als sie in einen Treppenaufgang flüchtete“, sagte der Richter in seiner Urteilsbegründung. Schließlich vergewaltigte er das Mädchen unter Einsatz von Gewalt. Bei der Verhandlung stellte sich außerdem heraus, daß der Syrer dem Mädchen während des Zusammentreffens ein Tütchen mit einem halben Gramm Cannabis gegeben hatte.

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Das Urteil wurde damit begründet, daß der Angeklagte alkoholbedingt enthemmt gewesen und nicht nennenswert vorbestraft sei. Auch habe er sich reumütig und „vollumfänglich geständig“ gezeigt. Ein wichtiger Aspekt für den Richter war, daß der Syrer eine Wohnung und demnächst auch einen Job habe. Sein Fazit: „Sie sind ja auf einem guten Weg, hier ein ganz normaler Mitbürger zu werden.“

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Das Urteil kommt einem Freispruch gleich – und einer Verhöhnung des Opfers: drei Jahre Bewährung mit Auflagen. Eine glatte Ermunterung zum Nachmachen. (tw)

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