Skandalöse Ausweisungspraxis: US-Friedensaktivist muß Deutschland verlassen
Bautzen. Geht es nach der Bundesregierung, soll der 82jährige US-Amerikaner Dennis DuVall, der derzeit im sächsischen Radeberg lebt, Deutschland am 31. Oktober verlassen. DuVall hat nichts verbrochen, niemanden erstochen oder vergewaltigt. Er ist lediglich Mitglied der „Veterans For Peace“ und ein entschiedener Gegner der in Deutschland stationierten amerikanischen Atombomben. Deshalb hat er jetzt einen Ausweisungsbescheid erhalten. Sein Widerstand gegen die amerikanische ebenso wie gegen die deutsche Politik wird darin als „ernsthafte Bedrohung der Sicherheit und der öffentlichen Ordnung“ bezeichnet.
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DuVall wiederum hält sich mit Blick auf die US-Atombomben auf dem NATO-Stützpunkt in Büchel für verpflichtet, sich der Planung und Vorbereitung eines Atomkrieges zu widersetzen: „Die B61-12-Atombomben und die F35-Kampfflugzeuge in Büchel bringen die NATO einem Krieg näher“, argumentiert er. „Die Stationierung von Mittelstreckenraketen in Deutschland erhöht zudem das Risiko eines größeren europäischen Krieges.“
Anders als andere Ausländer kann DuVall nicht auf die Unterstützung der üblichen Zuwanderungs-Lobbyisten hoffen. Sein Fall liegt nun beim Ausländeramt des Landratsamts Bautzen. (rk)
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