Schwulenpropaganda nicht willkommen: Warschauer Polizei nimmt LGBT-Aktivistinnen fest

Warschau. Nicht überall werden Homosexuelle und Vertreter anderer sexueller Minderheiten öffentlich so hofiert wie in Westeuropa. In Warschau hat die Polizei jetzt mehrere Aktivistinnen festgenommen, die LGBT-Regenbogenfahnen an Denkmälern aufgehängt hatten. „Wegen der Verletzung religiöser Gefühle und der Entehrung von Warschauer Denkmälern hat die Polizei erste Verdächtige festgenommen“, teilte die Behörde mit. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Zur Zahl der Festgenommenen wurden keine Angaben gemacht. „Weitere Festnahmen sind nur eine Frage der Zeit“, heißt es aber im Tweet der Polizei.

In der vergangenen Woche waren Regenbogenfahnen, Anarchisten-Symbole und andere linke Bekenntnisse an mehreren Denkmälern in der polnischen Hauptstadt gesichtet worden, darunter auch an einer Jesus-Skulptur vor der Heilig-Kreuz-Kirche.

Die Rolle von sexuellen Minderheiten und der westlichen Gender-Ideologie spielte in den letzten Monaten eine prominente Rolle im polnischen Präsidentenwahlkampf. Der nationalkonservative Amtsinhaber Andrzej Duda hatte sich im Wahlkampf mit schwulenkritischen Äußerungen profiliert. Unter anderem sagte er mit Blick auf Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender: „Man versucht uns einzureden, daß das Menschen sind. Aber es ist einfach nur eine Ideologie.“ Duda siegte in der Stichwahl am 12. Juli mit einem knappen Vorsprung. (mü)

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