Schwierige Verbündete: Washington liefert keine „Patriot“-Raketen an die Ukraine

Schwierige Verbündete: Washington liefert keine „Patriot“-Raketen an die Ukraine

Washington/Kiew. Die Ukraine hat eine neuerliche Abfuhr aus Washington erhalten – die USA werden keine „Patriot“-Flugabwehrsysteme an die ukrainischen Streitkräfte liefern. Man habe derzeit „keine Pläne, der Ukraine Luftabwehrsysteme dieses Typs zur Verfügung zu stellen“, erklärte Pentagon-Sprecher Patrick Ryder dem US-Sender CNN gegenüber. Das „Patriot“-Flugabwehrsystem erfordere einen erheblichen Wartungs- und Instandhaltungsaufwand sowie einen Ausbildungsaufwand, begründete Ryder die Absage. „Keines dieser Systeme ist ‘Plug and Play’, man kann nicht einfach auf dem Schlachtfeld auftauchen und anfangen, sie zu benutzen.“

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Zuvor hatte ein hochrangiger Pentagon-Beamter noch erklärt, daß die USA durchaus die Entsendung des „Patriot“-Raketenabwehrsystems in die Ukraine in Erwägung zögen. Allerdings meldete sich am Montag der stellvertretende Vorsitzende des Nationalen Sicherheitsrats Rußlands, der frühere Präsident Medwedew, mit einer klaren Ansage zu Wort: wenn die NATO „die ukrainischen Fanatiker mit ‚Patriot‘-Systemen und NATO-Bedienungspersonal ausstattet, würden sie unverzüglich zu legitimen Zielen unserer Streitkräfte werden“, schrieb Medwedew auf Telegram.

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Washington hatte sich erst kürzlich relativ offen gegen die Kiewer Regierung gestellt. Nachdem am 15. November mindestens eine Rakete auf polnischem Territorium eingeschlagen war und dort zwei Todesopfer gefordert hatte, behauptete der ukrainische Präsident Selenskyj sofort, es habe sich um russische Raketen gehandelt. Noch am gleichen Abend widersprach US-Präsident Biden dieser Version als erstes ausländisches Staatsoberhaupt und bezeichnete sie Medien gegenüber als „unwahrscheinlich“. (mü)

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