Schon wieder Zehntausende Asylanten: Bei vielen ist die „ungeklärte“ Herkunft bekannt

Nürnberg. Für das laufende Jahr 2021 zeichnen sich wieder extrem hohe Zugangszahlen an Asylanten ab. Nach den „Aktuellen Zahlen“ des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) haben von Januar bis April 2021 bereits 56.687 Migranten und „Flüchtlinge“ einen Asylantrag in Deutschland gestellt. 8.486 von ihnen waren in Deutschland geborene Kinder unter einem Jahr. 30.668 Personen aus Syrien und anderen arabischen Ländern haben im besagten Zeitraum einen Asylantrag in Deutschland gestellt, davon 16.600 Erst- und 14.068 Folgeanträge. 4.889 Anträge kamen aus Afghanistan, 3.801 aus dem Irak. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Von 1.880 Personen war die Herkunft ungeklärt, davon bezogen sich 1.410 auf einen Erst- und 470 auf einen Folgeantrag.

Nach „FAZ“-Information hat das BAMF im vergangenen Jahr bei über 4.535 Antragstellern zwar die Herkunft als „ungeklärt“ angegeben, aber unbekannt ist ihre Herkunft nicht. Eine Sprecherin habe auf Anfrage mitgeteilt, daß es sich um Menschen handle, die sich nachweislich oder „glaubhaft in einem Staat aufgehalten haben, ohne die betreffende Staatsangehörigkeit zu besitzen“. Bei diesen Fällen handelt es sich vor allem um Kurden und Palästinenser, etwa aus Syrien. So können beispielsweise in Syrien lebende Flüchtlinge aus Palästina dort nahezu alle Bürgerrechte wahrnehmen, erhalten aber in der Regel keine syrische Staatsbürgerschaft.

Eine „ungeklärte“ Staatsangehörigkeit liege auch bei Personen vor, „deren Angaben zum Herkunftsland vom Bundesamt widerlegt oder als unglaubhaft bewertet werden, ohne daß gleichzeitig eine andere Staatsangehörigkeit festgestellt werden kann“. In derartigen Fällen würden die Anträge als „offensichtlich unbegründet“ abgelehnt. Was allerdings noch lange nicht bedeutet, daß die Betroffenen Deutschland dann auch tatsächlich verlassen müssen oder abgeschoben werden. (rk)

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