Schöne EU-Partner: Italien winkt Illegale einfach nach Deutschland weiter

Schöne EU-Partner: Italien winkt Illegale einfach nach Deutschland weiter

Rom. Die italienischen Wähler, das zeigen Umfragen, sind mit der rechten Regierungschefin Giorgia Meloni überwiegend sehr zufrieden. Diese hatte im Wahlkampf mit Maximalforderungen zur Begrenzung der illegalen Zuwanderung gepunktet, doch diese kommt nur langsam in Gang.

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Wer es erst einmal nach Italien geschafft hat, möchte meist nicht im Land bleiben, sondern bevorzugt nach Deutschland weiterreisen. Weil auch Melonis Regierung die meist illegalen Zuwanderer nicht im Land haben möchte, stellen sich die italienischen Behörden diesem Ansinnen in der Regel nicht entgegen. Wie das in der Praxis abläuft, schilderte jetzt der deutsch-italienische Schriftsteller Claudio Mancini gegenüber der unabhängigen Plattform „Kontrafunk“.

Wörtlich berichtete Mancini, der zwar gebürtiger Italiener ist, aber in Deutschland lebt: „Es ist vielleicht für Sie ganz interessant zu wissen, wie das hier läuft: wenn die hier ankommen, werden sie sofort kaserniert, sie werden nur mit dem Notwendigsten ausgestattet. Sie bekommen nach einer bis maximal zwei Wochen einen Ausweisungsbefehl vom Staat. Das heißt, die Flüchtlinge müssen innerhalb einer Woche Italien verlassen.“

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Das funktioniert auch gut, denn: „Die Menschen werden in Züge gesetzt, in Richtung Österreich gefahren und dann an der deutsch-österreichischen Grenze abgesetzt. Und dort rufen sie Asyl und dürfen rein.“

Daß sich an dieser Praxis durch die jüngsten Kontrollen an den deutschen Außengrenzen etwas geändert hätte, ist nicht bekannt. Die Praxis, Asylbewerber einfach nach Deutschland durchzuwinken, ist im übrigen nicht neu – Italien handhabt das Problem bereits seit 2015 so. Kein Wunder, daß die meisten Asylbewerber, die es nach Europa schaffen, schließlich in Deutschland landen. (mü)

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