Sarrazin schreibt wieder über Einwanderung: „Mit schweren Nachteilen für die einheimische Bevölkerung verbunden“
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Sarrazin stellte sein neues Opus („Der Staat an seinen Grenzen – Über Wirkung von Migration in Geschichte und Gegenwart“) dieser Tage in einem Interview mit dem Portal „The European“ vor. Demnach geht sein Buch der Frage nach, „wie sich Einwanderung in der gesamten Menschheitsgeschichte vollzogen hat. Sie ging meist nur mit Eroberung Hand in Hand und war selten gewaltfrei.“ Darüber hinaus sei sie „mit schweren Nachteilen für die einheimische Bevölkerung verbunden“ gewesen.
Als Beispiele dafür führt der frühere Berliner Finanzsenator China, das Römische Reich oder das alte Ägypten an. Er macht zwar deutlich, daß er frühere, mit Gewalt verbundene Eroberungen und damit verbundene Migrationen nicht mit der heutigen Zeit vergleichen wolle. In der Sache selbst bleibt er allerdings unmißverständlich: „Noch mehr als damals erkenne ich heute, daß es sehr lange dauert, bis sich Einwanderer an ihr neues Umfeld kulturell anpassen und daß es dabei je nach Herkunft und Religion der Einwanderer auch sehr große Unterschiede gibt."
Mit „kultureller Anpassung“ meint Sarrazin, sich an die Einstellung zur Demokratie und zum Rechtsstaat anzupassen, zu Menschenrechten oder zur Gleichberechtigung von Mann und Frau. Von den westlichen Staaten fordert er eine „restriktive Einwanderungspolitik“, um Europa vor „ungezügelter Einwanderung zu schützen“ – und nicht das Schicksal früherer „Aufnahmegesellschaften“ zu teilen, von denen heute nur noch in den Geschichtsbüchern zu lesen ist. (ts)
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