Sargnagel für den Einzelhandel: Der Maulkorbzwang bleibt
Berlin/München. Darüber wird man sich beim vom Corona-Ruin bedrohten Einzelhandel sicher freuen: die Gesundheitsminister von Bund und Ländern haben jetzt einhellig klargestellt, daß es beim Maskenzwang im Einzelhandel bleiben werde. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) plädierten für die Beibehaltung. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
„Ob im Bus, in der U-Bahn oder im Einzelhandel – soll es bei der Pflicht bleiben, Masken zu tragen“, sagte Merkels Sprecher Seibert. Dies sei „umso wichtiger“, als derzeit viele Menschen in den Urlaub fahren und damit möglicherweise das Virus verbreiten. „Auch Regionen, die womöglich sehr geringe Fallzahlen hatten, bekommen nun Zulauf aus anderen Teilen des Landes.“
Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) hatte am Wochenende die Debatte um die Aufhebung der Maskenpflicht im Einzelhandel unter Verweis auf die niedrigen Infektionszahlen ins Rollen gebracht. Dafür gibt es bei in der CDU-Spitze aber keine Mehrheit. Auch der bayerische Ministerpräsident Söder (CSU) stellte am Montag klar, daß Bayern „auf keinen Fall die Maskenpflicht lockern oder abschaffen“ werde.
Für den deutschen Einzelhandel sind das vernichtende Signale. Viele Geschäfte, die nach mehrwöchiger Corona-Zwangspause gerade erst wieder eröffnen durften, sind von der Pleite bedroht. Auch nach der Wiedereröffnung kommen viel zu wenige Kunden, weil der Maskenzwang von den meisten als störend empfunden wird. (rk)
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