Salvini unterstützt Gesetzesvorhaben: Chemische Keule gegen Vergewaltiger
Rom. Vom früheren italienischen Innenminister, Lega-Chef Matteo Salvini, war länger nichts Substantielles mehr zu hören. In seiner Amtszeit als Innenminister bekämpfte er Menschenschlepper im Mittelmeer rigoros und sah sich später deshalb juristischen Nachstellungen ausgesetzt.
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Im derzeitigen Kabinett unter Giorgia Meloni ist Salvini Infrastrukturminister und stellvertretender Ministerpräsident. In dieser Eigenschaft hat er jetzt wieder einmal eine Bombe gezündet und eine Unterschriftensammlung für ein neues Gesetzesvorhaben gestartet. Darin soll festgelegt werden, daß bei verurteilten Sexualstraftätern neben Freiheitsstrafen auch die chemische Kastration zur Anwendung kommen kann. Dabei wird ein Medikament verwendet, das das Sexualhormon Testosteron für die Dauer der Verabreichung unterdrückt.
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Für die Initiative gibt es einen traurigen Anlaß: in Palermo wurde Anfang Juli eine 19jährige Frau von sieben „jungen Männern“ brutal vergewaltigt. Das Verbrechen sorgte in ganz Italien für Empörung. Chats und Handyvideos der Angeklagten lassen laut Staatsanwaltschaft darauf schließen, daß die Männer die Gruppenvergewaltigung als eine Art Zeitvertreib betrachteten. Sie seien nach der Tat gemeinsam in ein Restaurant gegangen, als wäre nichts geschehen. Salvini unterstützt die Initiative und sagte, daß Gefängnisstrafen in solchen Fällen oft nicht ausreichten. (mü)
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