Rußland wehrt sich gegen Dauer-Diffamierung: Einreiseverbote für EU-Vertreter

Moskau. Rußland setzt sich nun gegen die anhaltenden Anschuldigungen des Westens in der Sache Nawalny mit Gegenmaßnahmen zur Wehr. Als Reaktion auf vorangegangene EU-Sanktionen verhängte Moskau nun seinerseits Einreiseverbote für Vertreter aus mehreren EU-Staaten. Das russische Außenministerium teilte mit, es habe beschlossen, „die Liste von Vertretern von EU-Mitgliedsstaaten zu verlängern, denen die Einreise in die Russische Föderation untersagt wird“. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Die Gegensanktionen seien eine Reaktion auf „konfrontative“ EU-Maßnahmen, erklärte das Außenministerium in Moskau. Namen wurden noch nicht veröffentlicht.

Die EU hatte im Oktober Sanktionen gegen sechs russische Amtsträger verhängt, weil nach ihrer Einschätzung der Giftanschlag auf den russischen Regimekritiker Nawalny nicht ohne das Wissen und die Genehmigung staatlicher russischer Stellen hätte stattfinden können. Die Sanktionen richteten sich unter anderem gegen den Chef des Inlandsgeheimdienstes FSB, Alexander Bortnikow, und den Vize-Chef der Präsidialverwaltung, Sergej Kirijenko. Kremlchef Putin erklärte demgegenüber mehrmals, daß Nawalny längst nicht mehr leben würde, hätte man es auf seine Ermordung abgesehen gehabt.

Das Moskauer Außenministerium bestellte am Dienstag die Geschäftsträgerin der deutschen Botschaft und Vertreter der Botschaften Frankreichs und Schwedens ein, um über die Sanktionen zu informieren. Institute in diesen drei Ländern hatten erklärt, nach dem Anschlag auf Nawalny seien bei ihm Spuren einer Vergiftung mit einem chemischen Nervenkampfstoff aus der Nowitschok-Gruppe festgestellt worden. (mü)

Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!

Wer für die Krise gewappnet sein will, findet hier Informations- und Ausrüstungsmaterial:

https://netzladen.lesenundschenken.de/krisenbereit/

Kommentare