Russischer Top-Politiker. „Der Zusammenbruch der EU ist nicht weit entfernt“

Russischer Top-Politiker. „Der Zusammenbruch der EU ist nicht weit entfernt“

Moskau. Der Sekretär des russischen nationalen Sicherheitsrates, Nikolaj Patruschew, hat der EU keine günstige Zukunftsprognose gestellt. In einem Interview der Tageszeitung „Rossijskaja Gaseta“ erklärte er: „Der Zusammenbruch der Europäischen Union ist nicht weit entfernt. Es ist klar, daß die Europäer diesen supranationalen Überbau nicht dulden werden, der sich nicht nur nicht legitimiert, sondern die Alte Welt in einen offenen Konflikt mit unserem Land treibt.“

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Die USA seien bereit, „Rußland nicht nur bis zum letzten Ukrainer, sondern auch bis zum letzten Europäer zu bekämpfen“, sagte Patruschew und erinnerte daran, daß Washington schon während des Kalten Krieges bereit war, Europa im Falle einer Gefahr durch die UdSSR in eine radioaktive Wüste zu verwandeln. Es sei unwahrscheinlich, daß sich in den Köpfen der amerikanischen Strategen daran etwas geändert habe, bemerkte der russische Top-Politiker.

Heute hätten die USA sogar ein unmittelbares Interesse daran, die europäische Konkurrenz auszuschalten. „Die Amerikaner haben bereits große Anstrengungen unternommen, um sicherzustellen, daß die Alte Welt ihren Status als Wirtschaftsmacht verliert. Das ist der Hauptgrund, warum Washington die Geschichte der antirussischen Sanktionen erfunden hat“, stellte Patruschew klar.

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Die EU befinde sich aber auch in einer „Migrations-Sackgasse“: viele derjenigen, die nach Europa kommen, wollten sich nicht nur nicht in die europäische Gemeinschaft integrieren, sondern „schaffen auch ihre eigenen Bräuche und zwingen die lokalen Behörden und die Bevölkerung, nach ihren Gesetzen zu leben“. Inzwischen gehöre der Terror zum Alltag der Europäer, und es sei gut möglich, daß in letzter Instanz Washington dahinter stecke – die USA hätten seinerzeit auch Al-Qaida, den Islamischen Staat (IS) und andere Terrororganisationen ins Leben gerufen: „Ihr Ziel ist es, die Lage auf dem Kontinent zu destabilisieren, denn die Vereinigten Staaten kümmert seine Zukunft nicht.“

Rußland werde unerachtet dieser Entwicklung jedoch auch künftig seine Rolle beibehalten. „Die USA dominieren Europa und ignorieren dabei die Tatsache, daß die führende Rolle auf dem Kontinent seit jeher Rußland zukommt. Im 19. Jahrhundert war es das Russische Reich, im 20. Jahrhundert war es die Sowjetunion. Und so wird es auch im 21. Jahrhundert sein.“ (mü)

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