Russischer Medienbericht: Angeblich „Leopard“ mit Bundeswehr-Besatzung vernichtet

Russischer Medienbericht: Angeblich „Leopard“ mit Bundeswehr-Besatzung vernichtet
Bundeswehr/Michel Baldus

Moskau. Die Meldung ist hochbrisant, wirft aber Fragen auf. Einem Bericht der Nachrichtenagentur RIA Novosti zufolge haben russische Soldaten in der Region Saporoschje einen deutschen „Leopard 2“-Panzer zerstört, der von einer kompletten Bundeswehr-Besatzung gesteuert worden sein soll.

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Der Novosti-Meldung zufolge soll der Aufklärungstrupp, nachdem er den „Leopard“ mit Panzerabwehrlenkwaffen außer Gefecht gesetzt hatte, das Fahrzeug untersucht und dabei die Besatzung entdeckt haben. Die Agentur zitiert den Truppführer mit den  Worten: „Und wir entdeckten, daß der Panzerfahrer schwer verwundet war, und die anderen waren tot. Als der Panzerfahrer zu sich kam und uns sah, rief er: ‚Nicht schießen.' Ich kann gut Deutsch, ich war in der Schule ein ausgezeichneter Schüler."

Der Panzerfahrer des getroffenen Panzers soll mehrmals gesagt haben, daß er kein Söldner, sondern ein Bundeswehrsoldat sei und die gesamte Besatzung zur selben Kompanie gehöre. Der russische Aufklärer präzisierte, daß der deutsche Soldat, während er Erste Hilfe erhielt, seine Brigade und deren Standort nannte. Er schlußfolgerte daraus: „Das Ergebnis wird dasselbe sein: deutsche Panzer werden brennen, und amerikanische Panzer werden auch brennen, selbst wenn sie von Amis gefahren werden.“

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Der Arzt des Aufklärungsteams stellte dann fest, daß der Panzerfahrer viel Blut verloren habe und die Wunde schwer sei. Er werde nur noch ein paar Minuten am Leben sein. „Ich sagte dem Deutschen, daß die Wunde zu schwer ist und er keine Überlebenschance habe“, will der Truppführer dem Panzerfahrer dann gesagt haben. „Er sagte, daß er sein Kind und seine Frau sehr liebt und es bereue, sich bereit erklärt zu haben, hierherzukommen.“ Der Panzerfahrer sei dann wenig später seinen Verletzungen erlegen.

Offiziell beteiligt sich Deutschland am Krieg in der Ukraine nicht. Sollte sich der Tod einer Panzerbesatzung der Bundeswehr bestätigen, macht das die offizielle Position Berlins nicht glaubhafter. Auch mehrere italienische Zeitungen haben die Geschichte mittlerweile aufgegriffen. Beobachter wollen aber auch nicht ausschließen, daß es sich um eine russische Propagandaaktion handelt. (mü)

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