Russische Sopranistin Anna Netrebko knickt nicht ein: „Ich bin keine Heimatverräterin“
München. Zu den prominentesten Opfern der Russophobie im Westen zählte nach dem Beginn der russischen Militäroperation in der Ukraine die russische Star-Sopranistin Anna Netrebko. An vielen Theatern – unter anderem an der Bayerischen Staatsoper in München – wurde ihr der Stuhl vor die Tür gesetzt, nachdem sie sich weigerte, sich ausdrücklich vom russischen Präsidenten Putin zu distanzieren.
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Jetzt gibt es eine neue Wortmeldung von der gefeierten Sängerin. Der „Zeit“ gegenüber betonte sie, sie sei „natürlich gegen diese schreckliche Gewalt“. Gegen den russischen Präsidenten könne sie sich aber nicht stellen – wie etwa von Peter Gelb, dem Chef der Metropolitan Opera, gefordert. „Niemand in Rußland kann das. Putin ist immer noch der Präsident Rußlands. Ich bin noch immer eine russische Staatsbürgerin, da kann man so etwas nicht machen. Verstehen Sie?“
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Schon im März hatte Netrebko erklärt, daß sie ihr Heimatland Rußland „liebe“. Durch ihre Kunst strebe sie „ausschließlich Frieden und Einigkeit“ an. Inzwischen scheint sich der Bann gegen die Sopranistin aber wieder zu legen. Diesen Sommer wolle sie bereits wieder in vielen Städten Deutschlands und auch in Metropolen wie Buenos Aires auftreten. Sie sehe ihre Aufgabe darin, „gegen jegliche Russophobie anzukämpfen, indem ich auf der Bühne auftrete und singe, auch russisches Repertoire, was jetzt manchmal unerwünscht ist“. Sie könne es nicht allen recht machen, so Netrebko: „Eines Tages werden die Menschen verstehen – ich bin keine Heimatverräterin, und ich bin auch nicht gegen die Ukraine.“
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Ihren Patriotismus bekräftigte die Sängerin ausdrücklich: „Ich liebe mein Land, meine Kultur, die Menschen. Ich finde es nicht richtig, was dort jetzt gerade passiert, aber ich bleibe eine Russin.“ (mü)
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