Rüstungshersteller KNDS am Limit: „Wir können nicht zeitnah liefern“
Amsterdam. Schlechte Nachrichten für die Ukraine: selbst westliche Rüstungskonzerne sind nach bald zweieinhalb Jahren Krieg ausgepowert und können nicht zeitnah liefern, was Kiew an der Front bräuchte. Einer der führenden europäischen Rüstungshersteller, KNDS (früher: KraussMaffei Wegmann), spricht jetzt Klartext: man sehe sich außerstande, der Ukraine zeitnah weiteres Material zu liefern, räumte Konzernchef Ralf Ketzel gegenüber dem Internetportal web.de ein: „Die Fähigkeit, schnell etwas zu liefern, ist jetzt aufgebraucht.“
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Die erforderlichen strategischen Entscheidungen hätte man bereits vor zwei Jahren treffen müssen. „Dann könnten wir heute neues Material liefern.“ Daß der Krieg in der Ukraine so lange dauern werde, habe man damals noch nicht sagen können.
Nun aber benötigten auch andere NATO-Staaten Material, zum Teil als Ersatz für bereits geliefertes Gerät. „Das geht zu Lasten der ukrainischen Soldaten, die derzeit kein überlegenes Gerät haben“, sagte Ketzel.
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KNDS produziert unter anderem Kampfpanzer vom Typ „Leopard 2“, die Deutschland seit Anfang 2023 an die ukrainischen Streitkräfte liefert, außerdem Artilleriesysteme, Schützenpanzer und andere Rad- und Kettenfahrzeuge. (he)
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