Rheinmetall-Chef über marode Bundeswehr: „Wir könnten nur wenige Tage widerstehen“

Rheinmetall-Chef über marode Bundeswehr: „Wir könnten nur wenige Tage widerstehen“

Düsseldorf. Daß die Bundeswehr marode und in weiten Teilen nicht einsatzfähig ist, ist seit langem bekannt, auch im Bundesverteidigungsministerium. Jetzt meldete sich eine weitere gewichtige Stimme mit einem vernichtenden Befund zu Wort. Der Chef des Rüstungskonzerns Rheinmetall, Armin Papperger, kritisierte dem „Handelsblatt“ gegenüber die schlechte Ausstattung der Bundeswehr und räumte ein: „Wir könnten einem Aggressor nur wenige Tage widerstehen.“ Es mangle „an allen Ecken und Enden“, selbst die Munition sei knapp. In einigen Feldern sei man aber bereits mit dem Bund über Lieferungen im Gespräch.

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Mit der gestiegenen Nachfrage nach Rüstungsgütern infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine erwartet Papperger für Rheinmetall, einen der führenden deutschen Rüstungsanbieter, einen deutlichen Umsatzschub. „Über die kommenden Jahre sollte eine Wachstumsrate von 20 Prozent möglich sein", sagte Papperger.

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Der Umsatz mit Produkten aus dem Verteidigungsbereich solle auf über zehn Milliarden Euro steigen. Dies wäre mehr als eine Verdoppelung. Seit Beginn des Krieges in der Ukraine hat sich der Kurs von Rheinmetall fast verdoppelt. Letzte Woche konnte das Unternehmen in den Leitindex DAX aufsteigen. (st)

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