Retourkutsche für Satiriker: Sonneborn sieht sich mit „Rassismus“-Vorwürfen konfrontiert
Brüssel. Auch systemkonforme Satiriker können sich in Deutschland längst nicht mehr alles erlauben – bei „Rassismus“-Vorwürfen ist ganz schnell Schluß mit lustig. Diese Erfahrung muß jetzt die linke Satiregruppierung „Die Partei“ von Komiker Martin Sonneborn machen, der mit der Spaßtruppe sogar Europaabgeordneter wurde und sich in dieser Eigenschaft regelmäßig auf Kosten andersdenkender, meist patriotischer Parlamentskollegen amüsiert. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Doch jetzt steht Sonneborn selbst im Fokus empörter „Rassismus“-Anschuldigungen, und sein Mit-Europaabgeordneter Nico Semsrott trat sogar aus der „Partei“ aus. Dabei bietet der Anlaß, um den es geht, nicht einmal Stoff für den Sturm im Wasserglas: Sonneborn hatte sich auf Twitter mit einem T-Shirt präsentiert, das den Eindruck vermittelte, Asiaten könnten kein „R“ aussprechen. Zahlreiche politisch hyperkorrekte Zeitgenossen artikulierten im Internet pflichtschuldigst ihre Empörung.
Schließlich sah sich auch Sonneborn zum Zurückrudern veranlaßt. Es sei ihm nicht bewußt gewesen, daß sich jemand durch den Aufdruck eines satirisch gemeinten T-Shirts rassistisch diskriminiert fühlen könnte, kotaute er auf Facebook und Twitter. Es tue ihm leid, daß Menschen durch die Reproduktion einer „Stereotype verletzt wurden“, setzte er kleinlaut hinzu. (rk)
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