Rechte Wahlsieger ausgebootet: Belgien verordnet sich linksliberale Regierung - Transgender-Frau inklusive

Brüssel. Noch mehr Vielfalt: Belgiens neue Vize-Präsidentin ist eine Transgender-Frau. Sie heißt Petra De Sutter und wurde von den flämischen Grünen in die aus sieben Parteien bestehende neue Koalitions-Regierung entsandt. Die rechten Parteien, die bei der Wahl im Vorjahr zur stärksten politischen Kraft im Land wurden, konnten mit diesem Manöver erfolgreich ausgebootet werden. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

De Sutter ist nun Europas ranghöchste Transgender-Politikerin. In Frankreich wurde Anfang des Jahres Marie Cau als erste Transgender-Politikerin Bürgermeisterin von Tilloy-lez-Marchiennes. In Italien wurde im Vorjahr der Transgender Gianmarco Negri Bürgermeister von Tromelli. De Sutter ist Professor für Gynäkologie an der Universität Gent.

Nach fast zwei Jahren ohne Regierung hat sich Belgien mit der neuen Regierung nun einen linksliberalen Kurs verordnet. Der Wählerwille wurde dabei völlig ignoriert. Denn bei der Wahl im Vorjahr wurden die rechten Parteien zur stärksten politischen Kraft. Die rechte N-VA kam damals auf 16, der Vlaams Belang auf 12 Prozent. Sie gehen nun leer aus. An der auch als „Vivaldi-Koalition“ bezeichneten Regierung sind nun stattdessen Grüne, Liberale, Sozialdemokraten und die flämischen Christdemokraten beteiligt. (mü)

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