Rechte Rivalität in Frankreich: Zemmour bietet Le Pen Treffen an – und brüskiert sie
Paris. Wenige Tage vor dem ersten Durchgang der französischen Präsidentschaftswahlen kommt offenbar Bewegung in die rechte Skene. Der unabhängige Quereinsteiger Éric Zemmour, der erstmals in den Ring steigt, hat seiner Konkurrentin Marine Le Pen gemeinsame Treffen und sogar gemeinsame Veranstaltungen für den Fall vorgeschlagen, daß er in die zweite Runde der Präsidentschaftswahlen gelangt.
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Die Rivalität der beiden rechten Kandidaten ist ein offenes Geheimnis. Seit der offiziellen Erklärung seiner Kandidatur am 30. November letzten Jahres hat Zemmour Marine Le Pen nicht geschont. Politische Beobachter rätseln deshalb über die Hintergründe seines Angebots.
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Tatsächlich wäre Zemmour im – derzeit eher unwahrscheinlich Fall – eines Einzugs in den zweiten Wahlgang auf die Stimmen Le Pens aus dem ersten Wahlgang angewiesen. In diesem Sinne kann die Einladung zu einem „gemeinsamen Treffen“ als Bereitschaft zur Versöhnung oder einer Vereinigung der französischen Rechten interpretiert werden.
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Allerdings sitzt die Rivalität tief: Zemmour konnte es sich nicht verkneifen, zuletzt wieder das Trennende gegenüber seiner Konkurrentin herauszustellen, die „in Herrenhäusern aufgewachsen“ sei, während er „in den Vorstädten aufgewachsen“ sei. Bis zum großen Schulterschluß im nationalen Lager ist es auch in Frankreich noch ein weiter Weg. (mü)
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