Putin-Unterstützung als Straftat: Pro-russische Aktivistin wegen Reise nach Rußland angezeigt

Putin-Unterstützung als Straftat: Pro-russische Aktivistin wegen Reise nach Rußland angezeigt

Köln. Für bundesdeutsche Scharfmacher gibt es offenbar derzeit nichts Schlimmeres als Signale der Verständigung mit Rußland. Diese Erfahrung muß jetzt die in Köln lebende pro-russische Aktivistin Elena Kolbasonikova machen. Sie hat in den letzten zwei Jahren wiederholt Demonstrationen und Autokorsos veranstaltet, mit denen gegen die NATO und die westliche Ukraine-Unterstützung protestiert wurde.

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Vor kurzem nun nahm sie auf Einladung des Kreml an einer Veranstaltung mit dem russischen Präsidenten Putin in Tula teil, auf der der Kremlchef die russische Position im Konflikt mit der Ukraine rechtfertigte.

Bei dem Forum am 2. Februar unter dem Motto „Alles für den Sieg!“ beschwor Putin eine umfassende Mobilisierung und erklärte, 99 Prozent der Bevölkerung verteidigten Rußland im Kampf gegen seine Feinde. Kolbasnikova und ihr Ehemann Max Schlund nahmen an der Veranstaltung teil und posteten darüber auch auf ihrem Telegram-Kanal. „Aufrichtiger und herzlicher Dank im Namen des deutschen Volkes, das Rußland, Wladimir Wladimirowitsch und die Volksfront unterstützt“, schrieb Kolbasnikowa Die „Gesamtrussische Volksfront“ ist ein Zusammenschluß patriotischer Organisationen, dem Putin vorsitzt.

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In den Augen bundesdeutscher NATO-Handlanger ist die Teilnahme an der Veranstaltung natürlich ein Tabubruch. Das linke Kollektiv „Anyonymous“ erstattete jetzt Anzeige gegen Kolbasnikowa – die Billigung des russischen „Angriffskrieges“ gilt in Deutschland als Straftat. (rk)

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