Professor hält nichts von Gendersprache: „Rülpserartige Unterbrechungen“
Magdeburg. Der Petitionsausschuß des Landtags von Sachsen-Anhalt muß sich mit der Verwendung der umstrittenen Gender-Sprache an der Martin-Luther-Universität (MLU) in Halle an der Saale befassen. Jürgen Plöhn, außerordentlicher Professor für Politikwissenschaften, hat sich an das parlamentarische Gremium gewandt, weil die Verpflichtung zur Gender-Sprache unzweckmäßig sei und Druck auf die Studenten ausübe.
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Texte in Gendersprache entsprechen Plöhn zufolge „nicht den Leistungsanforderungen“. Ungereimtheiten, gleich welcher Art – einschließlich der Verwendung von „Gender-Sternchen“ – flössen bei ihm in die Bewertung von Studenten ein, erklärte der Politikwissenschaftler im Rahmen eines Briefwechsels mit der Universität. Die Gendersternchen bezeichnete er als „rülpserartige Unterbrechung“ des Textflusses.
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Die Universität will den aufmüpfigen Professor nun „aushungern“. Weil die Ankündigung einer schlechteren Bewertung bei Verwendung von Gendersprache auf „sachfremden Erwägungen“ beruhe, werden Plöhns Veranstaltungen keinen Wahlpflichtmodulen mehr zugerechnet. Dies bedeutet, daß Studenten zwar seine Veranstaltungen besuchen können, sie dort jedoch keine Scheine mehr erwerben können, die beim Fortgang ihres Studiums angerechnet werden. (rk)
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