Präsident des Bundessozialgerichts will Ungeimpfte erpressen: „Es sollte weh tun“

Präsident des Bundessozialgerichts will Ungeimpfte erpressen: „Es sollte weh tun“

Kassel. Das ist unappetitlich: der Präsident des Bundessozialgerichts, Rainer Schlegel, will den finanziellen Druck auf ungeimpfte Bundesbürger erhöhen, um sie zur Corona-Impfung zu motivieren. Betroffen wären viele Millionen Menschen.

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Schlegel spricht sich dafür aus, ungeimpfte Corona-Patienten in angemessener Höhe an den Kosten ihrer Behandlung im Krankenhaus zu beteiligen. Am Dienstag äußerte er sich dazu im Jahrespressegespräch des Bundesgerichts in Kassel, das pandemiebedingt als Videokonferenz stattfand. Er selbst würde eine solche Beteiligung befürworten, sagte Deutschlands höchster Sozialrichter auf Nachfrage.

Wie hoch der Betrag oder der Anteil sein soll, den ein ungeimpfter Corona-Patient tragen sollte, sei allerdings unterschiedlich und würde von Fall zu Fall variieren. „Das richtet sich immer nach den individuellen Verhältnissen, sollte dem Versicherten aber auch weh tun“, sagte Schlegel.

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Schlegel schätzt die Gesamtkosten bei durchschnittlich zehn Behandlungstagen auf einer Intensivstation samt Beatmung auf 60.000 bis zu 200.000 Euro. Da die meisten Bürger kaum so ein hohes Vermögen besitzen, könnte eine nach dem BSG-Präsidenten individuelle „schmerzvolle“ Beteiligung für die meisten den finanziellen Ruin bedeuten.

Da sich derzeit etwa 47 Prozent der Deutschen noch nicht für eine Auffrischungsimpfung entschieden haben, würde die Anzahl der von einer möglichen Kostenbeteiligung betroffenen „Ungeimpften“ aktuell bei knapp 40 Millionen Menschen liegen. (rk)

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