Pop-Ikone knickt ein: Xavier Naidoo leistet Abbitte für seine „Irrwege“
Frankfurt/Main. Neben Nena und Andreas Gabalier war Xavier Naidoo in den letzten Jahren einer der prominentesten Pop-Künstler, die immer wieder mit mainstream-kritischen Aussagen von sich reden machten. Sie mußten sich dafür wahlweise als „Schwurbler“ oder als „Reichsbürger“ beschimpfen lassen.
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Xavier Naidoo hielt den Druck offenbar nicht mehr aus und knickte ein. In einem mehrminütigen Video demonstrierte er jetzt Reue und erklärte: „Ich habe erkannt, auf welchen Irrwegen ich mich teilweise befunden habe. Und daß ich in den letzten Jahren viele Fehler gemacht habe.“ Es sei ihm bewußt geworden, daß er Familie und Fans mit verstörenden Äußerungen irritiert und provoziert habe, für die er sich nun entschuldigen wolle.
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Auslöser für den plötzlichen Wandel sei der Krieg in der Ukraine gewesen, denn seine Frau sei von dort. Naidoo dazu: „Ich mußte mich kritischen Fragen zu Äußerungen von mir in der Vergangenheit stellen. Das war ein Grund für mich, mich zu hinterfragen.“
Naidoos „Sündenregister“ der letzten Jahre reicht vom „Corona-Leugnen“ bis hin zu „Reichsbürger“-Thesen, die er verbreitet haben soll. Doch mit seiner Rückkehr zum Mainstream dürfte es nicht so einfach werden. So kommentiert etwa der „Verschwörungsexperte“ Josef Holnburger den Fall Naidoo auf Twitter: „Naidoo sagt, daß er sich ‚zum Teil instrumentalisieren‘ hat lassen. Aber er hat selbst rechtsterroristische Kanäle auf Telegram verbreitet.“ Es sei fraglich, ob man „massig Antisemitismus, Homophobie und Verschwörungsmythen“ in einem dreiminütigen Instagram-Video wieder glattbügeln könne.
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Auch aus dem Lager der Corona-Profiteure kommt wenig Versöhnliches. Der Arzt Dr. Christian Kröner, der sich in Talkshows über die Notwendigkeit von Impfungen ausließ, zweifelt ebenfalls an Naidoos Läuterung: „Der ganze Haß und die Aggressionen, die aus gewissen Kreisen während der Pandemie geäußert wurden, sind nicht mit einem ‚Sorry‘ erledigt. Die ganzen Nenas und Liefers und Homburgs. So einfach ist nicht back to business“, schrieb er auf Twitter. Da wird Naidoo wohl noch insbrünstiger Abbitte leisten müssen. (rk)
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