Polnische Bischofskonferenz: Impfstoffe wegen Föten-Zellen moralisch nicht vertretbar

Warschau. Es gibt neuen Ärger mit dem Corona-Impfstoff – genauer gesagt mit den Präparaten von AstraZeneca und Johnson & Johnson. Die polnische Bischofskonferenz hat jetzt in Erinnerung gerufen, daß die beiden Impfstoffe Zellen von abgetriebenen Föten enthalten, und macht deshalb „ernste moralische Einwände“ gegen die beiden Präparate geltend. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Katholiken sollten einer Impfung mit ihnen nicht zustimmen, außer sie seien etwa aus beruflichen Gründen dazu verpflichtet oder hätten keinen anderen Impfstoff zur Auswahl. Dann dürften sie diese Präparate „ohne moralische Schuld nutzen“, erklärte der Vorsitzende der Bioethik-Expertengruppe der Bischofskonferenz, Weihbischof Jozef Wrobel.

Mit derselben Begründung hatte bereits unter anderem die US-Bischofskonferenz Katholiken empfohlen, den mRNA-Impfstoffen von Biontech-Pfizer und Moderna den Vorzug zu geben. Von einer Impfung mit den Vektor-Präparaten von AstraZeneca und Johnson & Johnson riet sie ab.

Nach dem katholischen Kirchenrecht zieht die Mitwirkung an einem Schwangerschaftsabbruch die automatische Exkommunikation nach sich. Weihbischof Wrobel betonte, Katholiken müßten auf jede ihnen mögliche Weise „entschiedenen Widerstand gegen die Verwendung von biologischem Material unmoralischen Ursprungs bei der Impfstoffproduktion zum Ausdruck bringen, damit sie nicht als indirekte Befürworter von Abtreibung angesehen werden“. (mü)

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