Polizei mit angezogener Handbremse: Schleuser-Handys können nicht ausgelesen werden
Berlin. Der nächste Offenbarungseid der deutschen Behörden im Kampf gegen Illegale und Menschenschlepper: die Polizei kann beschlagnahmte Handys nicht auslesen und die darauf gespeicherten Informationen nutzen. „Es liegen Tausende Handys von Schleusern nicht ausgelesen in den Dienststellen, weil wir weder geeignetes Personal noch die Technik dafür haben“ sagte der für Bundespolizei und Zoll zuständige Vorsitzende der Polizeigewerkschaft (GdP), Andreas Roßkopf, der „Rheinischen Post“.
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Man hinke Monate hinterher. „Dabei könnte die Auswertung unter Umständen wichtige Informationen über Routen, Strategien und Kontakte ergeben.“
Der Kampf gegen Schleuser ist zentral, wenn es um eine Eindämmung der illegalen Massenzuwanderung geht. Der Bundespolizei gingen nach eigenen Angaben bis Ende August 1683 Schleuser ins Netz, deutlich mehr als die 1465 in der gleichen Zeit 2022. Aber: der Erfolg hat einen unguten Beigeschmack, weil er nur die halbe Miete ist. Daß es an Technik und Personal fehlt, um an wichtige Handy-Informationen zu gelangen, ist mehr als peinlich. (tw)
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