Politisch unkorrekte AfD-Initiative: Schluß mit „Gender-Studies“!
Berlin. Die AfD-Fraktion im Bundestag hat jetzt in ein Wespennest gestochen: sie will die Gender-Forschung in Deutschland stoppen. Die AfD hatte am Donnerstag in einem Antrag gefordert, „jegliche finanzielle Förderung des Bundes, die der (Weiter-)Entwicklung der Gender-Forschung dient, raschestmöglich einzustellen“. Sie hält Studien, die das Geschlecht auch als soziokulturelles Phänomen sehen, grundsätzlich für fragwürdig und kritisiert außerdem, daß „Gender“-Forschungen überproportional gefördert würden. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Tatsächlich kann die AfD darauf verweisen, daß es laut der FU Berlin bereits 213 Professuren für Gender-Forschungen allein in Deutschland gibt. „Dem stehen, um zwei Vergleichszahlen zu nennen, lediglich 195 Professuren für Pharmazie oder 147 für Zahnmedizin gegenüber“, heißt es in dem AfD-Antrag. Zudem müßten Wissenschaftler, die der Gender-Forschung kritisch gegenüberstehen mit Nachteilen für ihre Karrieren rechnen. Die AfD sieht dadurch die Wissenschaftsfreiheit eingeschränkt. Forschungsförderung dürfe nicht länger davon abhängig gemacht werden, ob Wissenschaftler „Gender-Perspektiven“, Forschungsförderung oder Ergebnisse der Gender-Forschung berücksichtigten. Man unterstütze vielmehr eine klassische Familienpolitik und damit die biologische Geschlechtsidentität. (rk)
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