Plötzlich wieder im Gespräch: Die Wiedereinführung der Wehrpflicht
Berlin. Die Geschichte schlägt manchmal seltsame Volten: nachdem die Wehrpflicht vor ziemlich genau neun Jahren, im Juli 2011, vom damaligen CSU-Verteidigungsminister von Guttenberg „ausgesetzt“, d.h. faktisch abgeschafft wurde, wird ihre Wiedereinführung jetzt aus SPD-Kreisen befördert – und ausgerechnet mit dem Ziel, „Rechtsextremismus“ in der Truppe zu bekämpfen. Die neue SPD-Wehrbeauftragte Högl sprach sich dieser Tage für eine Wiedereinführung der Wehrpflicht aus. Medienvertretern gegenüber erklärte sie, sie halte es für einen „Riesenfehler, daß die Wehrpflicht ausgesetzt“ worden sei. Diese Entscheidung sollte „sehr kritisch“ analysiert werden. Es tue der Truppe vielmehr sehr gut, wenn ein großer Teil der Gesellschaft dort eine Zeit lang seinen Dienst leiste, betonte die SPD-Politikerin. Ihrer Ansicht nach könnte dies gegen „rechtsextreme Tendenzen“ in der Bundeswehr helfen. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen
Allerdings steht die Wehrbeauftragte mit ihrer Position vorerst relativ allein da. Das SPD-Führungsduo Esken/Walter-Borjans vermag ihrer Initiative offenbar nichts abzugewinnen – die beiden SPD-Vorsitzenden erklärten, eine Wiedereinführung der Wehrpflicht sei aus ihrer Sicht kein Mittel, um rechtsextremistischen Vorfällen in der Bundeswehr vorzubeugen.
Auch Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer (CDU) machte sich die Position ihres früheren Amtsvorgängers Guttenberg zu eigen und sprach sich gegen die Rückkehr zur Wehrpflicht aus. Die CDU-Politikerin kündigte vielmehr einen neuen Freiwilligendienst in der Bundeswehr an, der ab 2021 unter dem Titel „Dein Jahr für Deutschland“ laufen soll.
Fordern Sie hier ein kostenloses Leseexemplar des Deutschen Nachrichtenmagazins ZUERST! an oder abonnieren Sie hier noch heute die Stimme für deutsche Interessen!
Wer für die Krise gewappnet sein will, findet hier Informations- und Ausrüstungsmaterial:
Kommentare