Petro-Rubel statt Öl-Dollar: Indien schließt zum eurasischen Wirtschaftsblock auf
Neu-Delhi. Während sich der Westen mit seiner Sanktions-Hysterie gegen Rußland gerade selbst ins Knie schießt, geht Indien den umgekehrten Weg und stellt die Weichen für preiswerte russische Öl-Importe im großen Stil. Die USA, Großbritannien und Australien sehen das nicht gern. Die indische Finanzministerin argumentiert allerdings, die nationalen Interessen Indiens einschließlich der Energiesicherheit stünden immer an erster Stelle.
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Besonders verärgert ist die Sanktions-Allianz auch darüber, daß Indien seine Handelsbeziehungen mit Rußland künftig in „Petro-Rubel“ fortsetzt. Indien wird damit Bestandteil einer immer größerer werdenden Gruppe von Ländern, die vom US-Dollar als Zahlungsmittel Abschied nehmen und sich stattdessen in regionalen Zahlungs-Verbünden zusammenschließen. So entsteht Schritt für Schritt ein alternatives Finanz-/Währungssystem, das den Dollar überflüssig macht und zahlreiche alternative Instrumente umfaßt: den Rubel-Rupie-Handel mit Indien, den saudischen Petro-Yuan (China), den Iran-Rußland-SWIFT-Verbund, der das westliche Zahlungsabwicklungssystem SWIFT umgeht. Krönender Schlußstein soll demnächst die China-Eurasien-Wirtschaftsunion (EAEU) sein.
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Die indische Regierung hat die Zeichen der Zeit erkannt und weigert sich hartnäckig, sich von den USA in die Front der Rußland-Boykotteure hineinziehen zu lassen. Die ökonomischen und politischen Perspektiven im gigantischen eurasischen Wirtschaftsraum unter russischer und chinesischer Führung sind ungleich attraktiver. (mü)
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