Papiertiger Großbritannien: Probleme des Militärs „viel schlimmer als gedacht“
London. Großbritannien gehört zu den eifrigsten Unterstützern der Ukraine und forciert die Konfrontation mit Rußland bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Allerdings ist Großbritannien ein Papiertiger. Mit seinen Streitkräften ist es nicht weit her – und die Situation ist offenbar schlimmer als gedacht. Das mußte jetzt der neue britische Verteidigungsminister John Healey einräumen.
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Ein Bericht des Senders „Sky News“ zitiert Healey mit den Worten, die britische Armee, die Marine und die Luftstreitkräfte kämpften alle mit „ausgehöhlten Kräften, Beschaffungsverschwendung und niedriger Moral“. Die Streitkräfte des Landes stünden vor „sehr ernsten Herausforderungen“. Healey teilte seine Einschätzung am Montag auf der jährlichen Landeskriegskonferenz der britischen Armee in London mit.
Weiter sagte er: „Wir sehen jetzt auch, daß diese Probleme viel schlimmer sind, als wir dachten.“ Es gelte, angesichts der „schnell zunehmenden globalen Bedrohungen eine neue Ära für die britische Verteidigung“ einzuläuten.
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Die neue britische Labour-Regierung hatte Anfang des Monats eine gründliche Überprüfung des Verteidigungsministeriums eingeleitet. In diesem Zusammenhang legte die Regierung einen „Fahrplan“ vor, um 2,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben. Das Geld dürfte aber – ebenso wie in Deutschland – weniger einer effektiven Aufrüstung der eigenen Streitkräfte zugutekommen als vielmehr der ungebrochenen Unterstützung der Ukraine. Die inzwischen abgewählte konservative Regierung unter Premierminister Sunak hat zwischen 2022 und Anfang Juli 2024 fast 12,5 Milliarden Pfund (knapp 15 Milliarden Euro) an Hilfsgeldern für die Ukraine bereitgestellt. Der neue Premierminister Starmer will diesen Kurs fortsetzen und bis 2030/31 jährlich drei Milliarden Pfund (3,57 Milliarden Euro) für die militärische Unterstützung Kiews ausgeben. (mü)
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