Orbán zum Gedenken an den Ungarnaufstand 1956: „Kümmern wir uns nicht um die in Brüssel!“

Orbán zum Gedenken an den Ungarnaufstand 1956: „Kümmern wir uns nicht um die in Brüssel!“

Budapest/Zalaegerszeg. Der ungarische Ministerpräsident Orbán rechnete am ungarischen Nationalfeiertag einmal mehr mit der EU ab. Zugleich warf er dem Westen vor, sein Land 1956 im Kampf gegen den Stalinismus im Stich gelassen zu haben. Daraus habe Ungarn gelernt, daß es sich stets selbst verteidigen müsse, sagte Orbán am Sonntag im westungarischen Zalaegerszeg.

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Der ungarische Regierungschef erinnerte aus Anlaß des Aufstandes von 1956 an den früheren Kardinal József Mindszenty, der von 1945 bis 1973 Oberhaupt der katholischen Kirche in Ungarn war. Er würdigte den Kirchenfürsten als geistlichen wie politischen Führer gleichermaßen: „Während er Gott diente, erfüllte Mindszenty immer seine Pflicht für sein Land, er war nicht irgendein Führer von uns, er führte den Weg mit dem unaufhaltsamen Widerstand einer Feuersäule.“

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Mit Blick auf die Ereignisse von 1956 stellte Orbán fest, Ungarn habe damals eine reelle Chance gehabt, seine Unabhängigkeit wiederzuerlangen, sei aber vom Westen im Stich gelassen worden.

Aus der Vergangenheit ergebe sich deshalb eine unumstößliche Lehre für die Gegenwart: die Ungarn müßten selbst für ihre Sicherheit einstehen. „Wir fügen uns, wenn wir müssen, und wir schlagen zurück, wenn wir können. Wenn man Ungar ist, braucht man den Mut des Löwen, die Schlauheit der Schlange und die Friedfertigkeit der Taube“, sagte Orbán. „Dies wird im kommenden Jahr besonders gelten: eine Migrationsinvasion im Süden, ein Krieg im Osten und eine Wirtschaftskrise im Westen“, fuhr er fort.

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Ungarn sei heute glücklicherweise in der Lage, „die Interessen Ungarns sowohl im Inland als auch im Ausland zu verteidigen“. Man solle sich deshalb auch nicht um diejenigen kümmern, „die mal aus dem Schatten, mal von der Brüsseler Schießbude aus auf Ungarn schießen, sie werden dort enden, wo ihre Vorfahren geendet haben“, sagte er.

Ungarn sei heute auf die gegenwärtige Krise vorbereitet: „Wir werden die Stabilität der Wirtschaft bewahren, jeder wird Arbeit haben, wir werden die Nebenkostensenkung für die Haushalte verteidigen können, und die Familien werden nicht auf der Strecke bleiben“.

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In der ungarischen Hauptstadt Budapest wurde unterdessen am Sonntagmorgen die ungarische Nationalflagge mit militärischen Ehren vor dem Parlament gehißt. An der Zeremonie nahmen die ungarische Staatspräsidentin Katalin Novák, Vertreter des Militärs und staatlicher Organisationen sowie die Öffentlichkeit teil. (mü)

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