Orbán unterstreicht Vorrang nationaler Interessen: „Wir sind keine Ukrainer oder Russen, wir sind Ungarn.“

Orbán unterstreicht Vorrang nationaler Interessen: „Wir sind keine Ukrainer oder Russen, wir sind Ungarn.“

Budapest/Brüssel. Der ungarische Präsident Orbán hat erneut der Forderung des ukrainischen Präsidenten Selenskyj widersprochen, sich eindeutig zugunsten der Ukraine zu positionieren. Auch Waffenlieferungen an die Ukraine über ungarisches Gebiet lehnt Orbán mit Nachdruck ab.

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„Ungarn steht im Krieg zwischen Rußland und der Ukraine auf der Seite Ungarns“, sagte Orbán nach dem EU- und NATO-Gipfel in Brüssel. Seine Land helfe allen, die in Schwierigkeiten sind, wolle aber auch seine eigenen nationalen Interessen durchsetzen und schützen. Ungarn müsse in jedem internationalen Forum immer wieder für seine nationalen Interessen eintreten, sagte Orbán, und: „Deshalb ist es nicht egal, welche Regierung Ungarn hat. Ob es eine Regierung hat, die die nationalen Interessen unterstützt, oder eine, die eine unterwürfige Rolle einnimmt und mit den großen Ländern mitschwimmt, die die Autorität ausstrahlen.“

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Es gebe „bestimmte ungarische Interessen, die durch einen Krieg in unserer Nachbarschaft bedroht werden können“, fügte er hinzu. „Daher befinden wir uns in einer gefährlichen Situation, aber wir stehen auf der Seite Ungarns und betrachten die Situation mit ungarischem Verstand und aus ungarischer Sicht.“

Auch gegen weitere Sanktionen an die Adresse Rußlands sprach sich Orbán aus. Der Frieden könne „nicht durch die Einführung von Sanktionen wiederhergestellt werden, die „uns noch mehr schaden als den Russen“.

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Mit Nachdruck lehnte der ungarische Regierungschef zudem die Einführung von Flugverbotszonen über der Ukraine ab. Dies seien „gefährliche Vorschläge“. Es sei völlig verständlich, daß die Ukrainer die NATO bäten, in einen Luftkrieg einzutreten und Waffen zu schicken, sagte Orbán. Aber: „Wir sind keine Ukrainer oder Russen, wir sind Ungarn.“ (mü)

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