Orbán rechnet mit den „europäischen Werten“ ab: „Mehr eigene Kinder statt mehr Zuwanderung!“

Orbán rechnet mit den „europäischen Werten“ ab: „Mehr eigene Kinder statt mehr Zuwanderung!“

Budapest. Der ungarische Präsident Orbán ist in seinem allwöchentlichen Interview, das er seit Jahren dem staatlichen Sender Radio Kossuth gibt, einmal mehr mit der westlichen Migrationspolitik hart ins Gericht gegangen. Der aktuelle Aufhänger für seine Kritik ist die dramatische Verschlechterung der Lage an der europäischen Migrationsfront. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Orbán kritisierte nicht zuletzt die unter westeuropäischen Linksliberalen verbreitete Haltung, eigene demographische Defizite durch Zuwanderer ausgleichen zu wollen. „Es fehlt ein Deutscher, ein Afrikaner wäre stattdessen gut“, gab der ungarische Regierungschef die westliche Denkungsart wieder. Man habe im Westen die Hoffnung aufgegeben, daß die eigenen Nationen die demografische Krise überwinden könnten, und hoffe nun auf Migranten. „Diese Denkweise ist eine Ohrfeige für das ungarische Volk“, so Orbán. Man müsse vielmehr „die Hindernisse beseitigen, die dazu führen, daß weniger Kinder geboren werden, als man sich wünscht“. Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Im übrigen herrsche im Westen große Arroganz – man wolle den eigenen Lebensstil und die eigenen Werte partout auch allen anderen aufnötigen. Orbán führte in diesem Zusammenhang ausdrücklich die Deutschen als schlechtes Beispiel an: „Die Deutschen zum Beispiel sind unsere Freunde, und die Frage in Europa ist immer, was Deutschland will. In jüngster Zeit ist dies schon ein deutsches Europa. Das bedeutet, sie wollen, daß wir ihre Lösungen anerkennen und übernehmen, aber das ist vom ungarischen Konzept so weit entfernt wie der Himmel von der Erde.“ Abonniere jetzt: >> Die starke Stimme für deutsche Interessen

Orbán nahm auch Bezug auf den jüngst von zwölf EU-Ländern unterzeichneten Brief, in dem von der EU mehr Geld für den Ausbau von Grenzbefestigungen gefordert wird. Er sieht in dieser Entwicklung eine Bestätigung für den ungarischen Kurs bei der Abwehr der illegalen Migration: „Heute bauen alle Zäune, aber noch nie hat ein europäischer führender Politiker Ungarn anerkannt“, betonte Orbán. (mü)

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