Orbán kritisiert EU: Aufkündigung der Zusammenarbeit mit Rußland war ein „strategischer Fehler“
Budapest. Der ungarische Ministerpräsident Orbán geht klar auf Distanz zur westlichen Sanktionspolitik Rußland gegenüber. Die EU begehe durch den „Ausschluß“ der Zusammenarbeit mit Rußland einen strategischen Fehler, sagte Orbán am Samstag in seiner Jahresrede.
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„Wir halten die Strategie von Brüssel für fehlerhaft und die Sanktionen gegen Rußland für eine Sackgasse. Durch den Ausschluß der Zusammenarbeit mit Rußland geben die europäischen Länder wirtschaftliche Chancen komplett an China ab. Das ist ein strategischer Fehler. Wir können die Richtung der EU-Außenpolitik nicht ändern, weshalb wir das ungarische Modell entwickelt und genutzt haben. Wir sind EU- und NATO-Mitglied, kooperieren aber gleichzeitig mit Rußland. Das Beispiel Ungarns beweist, daß dies möglich ist“, führte Orbán aus.
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Die EU hatte zuvor bekanntgegeben, daß sie im Falle einer Verschärfung der Situation um die Ukraine zusätzliche Wirtschaftssanktionen gegen Rußland verhängen könnte. Der ungarische Außenminister Péter Szíjjártó sagte in diesem Zusammenhang, Ungarn habe kein Veto gegen die Verhängung von Sanktionen gegen Moskau eingelegt, um die Einheit in Europa nicht zu stören, aber sie hätten sich als Fehlschlag herausgestellt. (mü)
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