Obwohl ein Drittel der Bevölkerung Russen sind: Lettland verbietet Russisch an Schulen

Obwohl ein Drittel der Bevölkerung Russen sind: Lettland verbietet Russisch an Schulen

Riga. Die Baltenrepublik Lettland verbietet aufgrund von Moskaus Angriff auf die Ukraine Russisch an den Schulen.

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Schon bis 2025 soll Lettisch schrittweise zur alleinigen Unterrichtssprache in Kindergärten und Volksschulen werden. Das Parlament in Riga stimmte jüngst für die von der Mitte-Rechts-Regierung eingebrachten Änderungen am Bildungsgesetz. Demnach soll in dem baltischen EU- und NATO-Land, in dem es eine große russische Minderheit gibt, der Übergang vom kommenden Schuljahr an erfolgen.

Immerhin rund ein Drittel der rund zwei Millionen Einwohner Lettlands sind Russen oder russischstämmig – ein Erbe der Vergangenheit, denn vor 1991 gehörte Lettland zur UdSSR.

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Nach der neuen Regelung ist vom 1. September 2023 in den Klassen 1, 4 und 7 ausschließlich auf Lettisch zu unterrichten, die übrigen Klassen folgen bis 2025. Das Gesetz gilt für öffentliche und private Lehreinrichtungen gleichermaßen. Auch in Berufsbildungseinrichtungen ist die Unterrichtssprache künftig auf offizielle EU-Sprachen begrenzt.

Für Angehörige der russischen Minderheit gibt es bis jetzt spezielle Schulen, in denen bisher ein Teil der Fächer auf Russisch unterrichtet werden konnte. Diese Möglichkeit gibt es künftig nicht mehr.

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Lettland folgt mit der neuen Sprach-Gesetzgebung dem Vorbild der Ukraine, das nationale Minderheiten wie etwa die Ungarn in ähnlicher Weise benachteiligt. Die ungarische Regierung unter Präsident Orbán ist deshalb in den letzten Jahren wiederholt in Brüssel vorstellig geworden. (mü)

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