Nord Stream-Ermittlungen: Was weiß Kanzler Scholz?

Nord Stream-Ermittlungen: Was weiß Kanzler Scholz?

Berlin. Um die Ermittlungen wegen des Nord Stream-Anschlags im September 2022 ist es seit Monaten wieder auffällig ruhig. Jetzt gibt es Neues – und so wie es aussieht, schießen sich die bundesdeutschen Medien weiter auf die Ukraine ein. Bekanntlich hatten US-Medien vor geraumer Zeit die Version in die Welt gesetzt, ein ukrainisches Militärkommando habe die Pipelines gesprengt.

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Der „Business Insider“ weiß angeblich mehr – er berichtete jetzt über interne Ermittlungen wegen Geheimnisverrats beim Bundesnachrichtendienst (BND). Ein Mitarbeiter  soll Informationen über die Ermittlungen an die Presse weitergegeben haben. Bundeskanzler Scholz weiß angeblich schon davon.

Demnach soll sich die Spur in die Ukraine bestätigt haben, und Scholz soll von amerikanischer Seite darüber informiert worden sein. Der Kanzler schweigt in der Angelegenheit hartnäckig – und hat gute Gründe dafür: sollte es sich tatsächlich bewahrheiten, daß Kiew hinter dem Anschlag auf die russisch-deutschen Ostsee-Pipelines steckt, könnte das die ohnehin schwindende Ukraine-Unterstützung in Deutschland schwer beeinträchtigen. Außerdem müßte sich die Bundesregierung eingestehen, daß ein angeblich verbündeter Staat einen massiven Angriff auf die deutsche Energie-Infrastruktur ausgeführt hat.

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Unabhängig davon steht nach wie vor Version im Raum, mit der der amerikanische Investigativjournalist Seymour Hersh im Februar die Öffentlichkeit überrascht hat: demnach soll der Terrorakt im Weißen Haus in Auftrag gegeben worden sein. Auch in diesem Fall hätte die Bundesregierung das Problem, daß ein enger Partner, die USA, für den Angriff verantwortlich wäre. So oder so hat Kanzler Scholz gute Gründe für sein Schweigen. (mü)

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