Nigerianischer Prinz kritisiert Baerbock: „Es tut mir leid, aber Ihre Außenministerin ist zu jung“

Nigerianischer Prinz kritisiert Baerbock: „Es tut mir leid, aber Ihre Außenministerin ist zu jung“
Wikimedia/Richard Mortel from Riyadh, Saudi Arabia/

Abuja. Das ist herb: jetzt wird Bundesaußenministerin Baerbock (Grüne) sogar aus Nigeria kritisiert – dabei hatte sie die Rückgabe der berühmten Benin-Bronzen, die aus dem afrikanischen Land stammen und bis vor kurzem in einigen deutschen Museen ausgestellt waren, eigentlich als Akt der Wiedergutmachung verstanden wissen wollen.

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In Nigeria sieht man das keineswegs so. Prinz Okpame-Edward Oronsaye, der der Königsfamilie von Benin entstammt, war auf Baerbocks feierliche Rückgabe der Benin-Bronzen in Nigeria angesprochen worden. Sie wolle ein Unrecht wiedergutmachen, hatte die Außenministerin erklärt. Ob der Prinz auch so empfinde, fragte eine deutsche Zeitung. Darauf der Prinz: „Sie hat es übertrieben. Das ist das Problem mit Ihrer Außenministerin. Sie weiß nicht, wie man sich diplomatisch ausdrückt. Und anscheinend hat sie keine guten Berater. Die Deutschen haben uns nichts gestohlen. Das waren die Briten.“

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Auch sonst fand der Prinz harte Worte für die grüne Außenministerin: „Es tut mir leid, aber Ihre Außenministerin ist zu jung. Sie hat keine Erfahrung, und manchmal merkt man das, wenn sie spricht.“

Tatsächlich war Nigeria niemals deutsche Kolonie. Aber das war nicht der einzige Patzer der Nigeria-Politik der grünen Außenamtschefin. Mit mehreren Millionen Euro Steuergeld finanzierte Berlin darüber hinaus den Bau eines Museums in Nigeria. Dort sollten zurückgegebenen Benin-Bronzen eigentlich ausgestellt werden, die Baerbock als „Raubgut“ feierlich – und fälschlicherweise – zurückgegeben hatte. Doch die Öffentlichkeit wird die wertvollen Skulpturen niemals zu Gesicht bekommen. Sie gingen kurz nach ihrer Rückgabe in Privatbesitz über. (mü)

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